Gewaltbereit: Essays zur Zeitenwende Wolfgang Streeck

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Design: Conie Nijman | Satz: Andrea Salerno | Lektorat: Melissa Link | Teilübersetzer: Bernhard Pirkl | Mitherausgeber: Moritz Schiffmann

Eine Sammlung von Essays, entstanden nach 2022 über die Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen, angeordnet in chronologischer Reihenfolge. Besondere Aufmerksamkeit gilt der „Zeitenwende": dem Wandel Deutschlands vom Nachkriegspazifismus zu einem militanten Westernismus. Das Buch beginnt mit einer Rekonstruktion von Engels' Theorie über den Zusammenhang zwischen kapitalistischer Entwicklung und militärischer Staatsgewalt und endet mit Notizen zur politischen Ökonomie des Krieges heute.

Wann und wo ein Krieg ausbricht, lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersagen, so wenig wie sein Ende. Kriege verlängern sich selbst, indem sie sich immer neue Ziele setzen. Glück und Pech auf dem Schlachtfeld beeinflussen nicht nur die Strategien, sondern auch, was mit ihnen erreicht werden soll; dasselbe gilt für den seit dem 19. Jahrhundert rasanten Fortschritt der Waffentechnologie. Nicht nur die Produktions-, sondern auch die Destruktionsmittel prägen moderne Staaten und Staatensysteme.


Wolfgang Streeck ist Soziologe und Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Zu seinen Veröffentlichungen gehören:

  • Taking Back Control? States and State Systems after Globalism, London: Verso, 2024
  • Zwischen Globalismus und Demokratie: Politische Ökonomie im ausgehenden Neoliberalismus, Berlin: Suhrkamp, 2021
  • How Will Capitalism End? Essays on a Failing System, London: Verso, 2016
  • Gekaufte Zeit: Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus, Berlin: Suhrkamp, 2013, 2016
  • Re-Forming Capitalism: Institutional Change in the German Political Economy, Oxford University Press, 2009